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Wie verrückt sind Studenten?

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ernstes Thema: Immer mehr Studenten kommen nur mit Psychopharmaka durchs das Studium. Dass dies nicht nur eine kleine Minderheit betrifft, zeigt die Studie der Techniker Krankenkasse (TK).  Die hat die 135.000 Studenten mit eigener TK-Mitgliedschaft anonym auf deren Diagnose-Arten ausgewertet und kam zu dem Schluss, dass bei 30% (!) aller weiblichen und etwa 12,5% aller männlichen TK-Studenten im Jahr 2010 eine psychische Störung diagnostiziert worden ist. Allein 5% der weiblichen Studenten bekam 2010 Antidepressiva verschrieben. Die Arzneigruppe „Nervensystem“ ist die am meisten verschriebene unter Studenten.

Das sind Werte, die aufrütteln sollten.

Eines jedoch muss auch klar sein: So heftig diese Werte auch sind, so ist die Stichprobe der Studenten nicht wirklich repräsentativ. Studenten mit eigener Krankenversicherung spalten sich hier in drei Gruppen: Studenten aus der Krankenversicherung der Studenten (ab 25 Jahren), Studenten mit freiwilliger Mitgliedschaft (ab dem 14. Fachsemester oder ab 30 Jahren) und ausländische Studenten, die sich nicht in der Familienversicherung absichern können. Alle drei Gruppen haben spezifische Eigenarten, der „normale“ Student, der mit 19 Jahren  regulär das Studium aufnimmt ist hier nur relativ schwach repräsentiert. Die hier betrachteten Studenten sind also überdurchschnittlich alt und lange im Studium oder haben als Ausländer auch einen kulturell unterschiedlichen Hintergrund zu verdauen.

Von daher gehe ich davon aus, dass diese Werte auf die Gesamtheit der Studenten betrachtet dann doch etwas niedriger ausfallen dürften. Ihrer Aktualität und Brisanz tut das aber keinen Abbruch.

Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund die Absicherung in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Personen mit psychologischer Vorgeschichte haben keine Chance auf Versicherung. Umso wichtiger ist der Eintritt bevor etwas passiert, also im oder noch besser vor dem Studium!

Check!