Mit ‘Kredit’ getaggte Artikel

Drum prüfe, wer sich ganz schön lange bindet….

Donnerstag, 06. Oktober 2011

Wer sein Studium über einen Kredit fremdfinanzieren möchte, dem stehen hierzulande eine Menge Türen offen. Allerdings sind die Angebote sehr unterschiedlich und das Dickicht ziemlich undurchdringlich. Um ein wenig Licht herein zu bringen, analysiert das „gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung“, kurz CHE, in Verbindung mir der Financial Times Deutschland zahlreiche Angebote auf Herz und Nieren.

Neben den offensichtlichen Kriterien wie Zinssatz, Laufzeit und Nebenkosten des Vertrages warten aber auch noch andere Fallen auf den Studenten. Die meisten ergeben sich, wenn man sich nach dem Bachelor-Abschluss auch zum Master entscheidet. Ist der Studienkredit verlängerbar auf den Master? Und wann fängt die Tilgungsphase an? Diese sollte an den Eintritt ins Berufsleben gekoppelt sein, denn sonst setzt die Tilgung bereits nach dem Bachelor ein, während man vielleicht noch für den Master an der Uni sitzt.

Die Ergebnisse für 33 Angebote im Bereich Studiendarlehen vom Mai 2011 könnt ihr hier einsehen. Es wird zwischen bundesweiten, regionalen/schulspezifischen und Zwischenfinanzierungsangeboten unterschieden. Untersuchte Kriterien sind der Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibiltät. Für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Studienkredit wahrzunehmen, eine absolute Pflichtlektüre!

Was weiß die Schufa über mich?

Mittwoch, 28. September 2011

Auf dem Weg zum gläsernen Menschen wird immer wieder die Schufa als ein Schuldiger herangeführt. Aber was weiß die Auskunftei eigentlich über mich?

Die Schufa ist ein privates Unternehmen, welches in der Tat Daten sammelt, um sie ihren Kunden zur Verbesserung der Risikobewertung zur Verfügung zu stellen. Diese Daten müssen allerdings in Einklang mit dem Datenschutzgesetz erhoben werden. In anderen Worten: Den Daten, die Eingang in eure Kartei finden, habt ihr ziemlich sicher selbst zugestimmt. Denn wenn immer ihr ein Kreditgeschäft abwickelt, unterschreibt ihr ziemlich sicher auch die Schufa-Klausel, die neben der Erlaubnis zur Auskunft eben auch die Sendung der Daten dieses Geschäfts an die Schufa erlaubt.

Was steht aber nun genau drin?

Im weitesten Sinne alles, was mit euren Kreditgeschäften im Zusammenhang steht. Neben Namen und Kontakt sind das Kreditgeschäfte wie die Einrichtung eines Bankkontos, Kreditaufnahmen oder aber auch Telekommunikationsverträge und Ratenkäufe, die ja auch eine langfristige Zahlungsverpflichtung darstellen.

Darüber hinaus werden sog. „Abweichende Zahlungsverhalten“ aufgezeichnet, wie Mahnverfahren oder Kreditausfälle bezeichnet werden. Ebenso werden eidesstattliche Erklärungen und Privatinsolvenzen verzeichnet. Diese Gruppe von Vermerke sind die tatsächlichen bösen Einträge. Sie ziehen den sogenannten Score-Wert herunter, der über die Bonität Auskunft geben soll. Er stellt aus Erfahrungswerten in einem mathematischen Modell die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls dar. Die Entscheidung, ob ein Geschäft dann zustande kommt, liegt aber weiterhin bei eurem Geschäftspartner, die Schufa liefert lediglich eine Hintergrundinformation dazu.

Übrigens: Seit April 2010 habt ihr das Recht, euch einmal im Jahr kostenlos über eure gespeicherten Daten  informieren zu lassen! Da es immer wieder zu fehlerhaften Einträgen kommt, solltet ihr dies auch nutzen, wenn ihr größere Geschäfte abwickeln wollt. Ihr könnt die Auskunft hier anfordern!