Mit ‘Konto’ getaggte Artikel

Warum sind die Banken gerade so nett?

Mittwoch, 11. Januar 2012

Dem einen oder anderen wird es aufgefallen sein: Die Zinsen sind derzeit so gut wie länger nicht mehr. Obwohl die Zentralbank den Leitzins gerade wieder gesenkt hat, was als klares Signal zu Zinssenkungen gilt, kann man bei vielen Banken derzeit gute Konditionen z.B. für das Tagesgeld bekommen.

Aber warum?  Wenn die Banken sich viel billiger Geld von der Zentralbank als von uns leihen können, warum werden dann wir so sehr umworben?

Wer jetzt denkt: „Na, die haben ja auch gerade etwas gutzumachen!“ mag recht haben, allerdings ist das keineswegs der Grund für den Kuschelkurs der Banken.

Der Grund liegt in neuen Regularien, die EU-weit gelten sollen. Denn ab Juli 2012 müssen die Banken eine Kernkapitalquote (hauptsächlich Rücklagen und eben Einlagen von Sparern) von 9% vorweisen, um in Krisenzeiten solider aufgestellt zu sein. Dafür müssen allein die deutschen Banken noch 13,1 Milliarden Euro von Anlegern einsammeln.

Ab 2013 gilt dann auch noch Basel III, eine weitere Regulierung des Bankenmarkts. Diese erfordert eine langfristige Kundenbindung.

Banken haben also eher ein wirtschaftliches Interesse uns, den Privatkunden.  Aber ob nun wirtschaftlich motiviert oder tatsächlich geläutert, die Banken verbessern ihre Kundenkonditionen, und das sollte man nutzen….

Ein Beispiel ist unser derzeitiges Angebot der ING-Diba, 2,5% p.a. plus Startguthaben. Wer mehr erfahren möchte, hier gehts lang…

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Was weiß die Schufa über mich?

Mittwoch, 28. September 2011

Auf dem Weg zum gläsernen Menschen wird immer wieder die Schufa als ein Schuldiger herangeführt. Aber was weiß die Auskunftei eigentlich über mich?

Die Schufa ist ein privates Unternehmen, welches in der Tat Daten sammelt, um sie ihren Kunden zur Verbesserung der Risikobewertung zur Verfügung zu stellen. Diese Daten müssen allerdings in Einklang mit dem Datenschutzgesetz erhoben werden. In anderen Worten: Den Daten, die Eingang in eure Kartei finden, habt ihr ziemlich sicher selbst zugestimmt. Denn wenn immer ihr ein Kreditgeschäft abwickelt, unterschreibt ihr ziemlich sicher auch die Schufa-Klausel, die neben der Erlaubnis zur Auskunft eben auch die Sendung der Daten dieses Geschäfts an die Schufa erlaubt.

Was steht aber nun genau drin?

Im weitesten Sinne alles, was mit euren Kreditgeschäften im Zusammenhang steht. Neben Namen und Kontakt sind das Kreditgeschäfte wie die Einrichtung eines Bankkontos, Kreditaufnahmen oder aber auch Telekommunikationsverträge und Ratenkäufe, die ja auch eine langfristige Zahlungsverpflichtung darstellen.

Darüber hinaus werden sog. „Abweichende Zahlungsverhalten“ aufgezeichnet, wie Mahnverfahren oder Kreditausfälle bezeichnet werden. Ebenso werden eidesstattliche Erklärungen und Privatinsolvenzen verzeichnet. Diese Gruppe von Vermerke sind die tatsächlichen bösen Einträge. Sie ziehen den sogenannten Score-Wert herunter, der über die Bonität Auskunft geben soll. Er stellt aus Erfahrungswerten in einem mathematischen Modell die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls dar. Die Entscheidung, ob ein Geschäft dann zustande kommt, liegt aber weiterhin bei eurem Geschäftspartner, die Schufa liefert lediglich eine Hintergrundinformation dazu.

Übrigens: Seit April 2010 habt ihr das Recht, euch einmal im Jahr kostenlos über eure gespeicherten Daten  informieren zu lassen! Da es immer wieder zu fehlerhaften Einträgen kommt, solltet ihr dies auch nutzen, wenn ihr größere Geschäfte abwickeln wollt. Ihr könnt die Auskunft hier anfordern!

Vom Phishing und Pharming….

Mittwoch, 24. August 2011

Nein, es handelt sich natürlich  nicht um eine Rechtschreibschwäche meinerseits. Sondern um die neuesten Betrugsverfahren um an eure Bankdaten zu gelangen. Sind diese erst einmal mittels z.B. einer gefälschten Banken-Website abgephisht, lassen sich so oft schmerzhafte Überweisungen auf den Kontoauszügen feststellen.

Seit 31. Oktober 2009 gilt: Nur wenn der Kunde (also ihr) grob fahrlässig oder gar vorsätzlich handelt, haftet ihr für den Schaden. Bei fahrlässigem Verschulden haftet der Kunde lediglich bis maximal 150€, den Rest hat die Bank zu tragen und gegebenenfalls von der überweisungserhaltenden Bank zurückzufordern.

Auch die Verwendung von PIN/TAN-Verfahren wird immer kritischer gesehen. So tragen Banken laut Ansicht des Berliner Kammergerichts dann  auch eine Mitschuld, denn das Verfahren gilt schon seit längerem als nicht mehr 100% sicher. Ein Umstand, der die Banken wohl in näherer Zukunft zum Handeln zwingen wird.

Neuester Trick ist die Gewinnung von unbefangenen Opfern als Mitarbeiter, die ihr Konto für die Verschleierung dieser Zwecke zur Verfügung stellen. Unter einem Provisionsversprechen werden die Mitarbeiter und deren private Konten zur Durchleitung von geschäftlichen Geldbeträgen angeworben. Diese Gelder entstammen allerdings illegalen Überweisungen, so dass nach kurzer Zeit das Geld weg ist (weil weitergeleitet) und die Opfer ihres wieder zurück fordern. Auf den Forderungen bleibt dann der „Mitarbeiter“ sitzen und hat sich nebenbei auch noch wegen Geldwäsche schuldig gemacht.

Bei der Durchsetzung solcher Schadenersatzforderungen kann euch natürlich eine Rechtsschutzversicherung weiterhelfen, zum Beispiel der günstige Studentenrechtsschutz.