Auch Studenten erhalten in Betrieben Gehaltsabrechnungen

Studenten sind während ihres Studiums oft als geringfügig oder kurzfristig Beschäftigte aber oft auch als Werkstudenten beschäftigt. In allen Beschäftigungsverhältnissen, außer der geringfügigen Beschäftigung, sind auch Studenten in fast allen Fällen sozialversicherungspflichtig. In den meisten Betrieben erhalten daher auch Studenten eine Gehaltsabrechnung. Diese Entgeltabrechnung enthält verschiedene Angaben zum Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie die detaillierte Aufstellung der monatlichen Be- und Abzüge.

Die Höhe der Abzüge ist variabel und von vielen Faktoren abhängig
Gehaltsabrechnungen sind in der Regel immer gleich aufgebaut. Außer der Anschrift des Arbeitgebers und den persönlichen Daten des Arbeitnehmers sind die Lohnsteuerklasse, die Konfession, die Versicherungsnummer und der Beginn des Beschäftigungsverhältnisses angegeben. Des Weiteren werden der Abrechnungszeitraum sowie die Steuertage und Sozialversicherungstage vermerkt. Alle Be- und Abzüge müssen in Deutschland in Euro angegeben werden. Die Höhe der steuerlichen Abzüge ist abhängig von der Höhe des Verdienstes, der Lohnsteuerklasse und den eingetragenen Freibeträgen. Bei den Sozialversicherungen können die Abzüge schwanken und sind daher beispielsweise abhängig von der Wahl der Krankenkasse, der Konfessionszugehörigkeit und auch ob der monatliche Verdienst in einem alten oder neuen Bundesland erzielt wird. Für detaillierte Informationen können Fachinfos zur Gehaltsabrechnung auch für Studenten, die einer Tätigkeit nachgehen, sehr interessant sein.

Der Aufbau der Gehaltsabrechnungen ist in den Betrieben sehr ähnlich
Die monatlichen Bezüge in Form von Gehalt oder Lohn inklusive der geldwerten Vorteile wie beispielsweise Sachbezüge und der Arbeitgeberanteil der vermögenswirksamen Leistungen ergeben das Gesamtbrutto. Nach Abzug der betrieblichen Altersvorsorge ergibt sich das Sozialversicherungs- oder Steuerbruttogehalt. Von diesem Bruttobetrag wird die Lohnsteuer abgezogen. Von der Lohnsteuer werden der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer berechnet. Der Arbeitnehmer-Anteil zur Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und der Pflegeversicherung wird ebenfalls vom Steuerbruttogehalt einbehalten. Dieser Betrag wird als Nettoarbeitsentgelt nach Abzug der Steuern und Pflichtbeiträge bezeichnet. Bevor es zur Auszahlung des eigentlichen Lohnes und Gehaltes kommt, werden persönliche Abgaben wie beispielsweise Pfändungen, der Arbeitnehmer-Anteil der vermögenswirksamen Leistungen und die erhaltenen Sachbezüge vom Nettoarbeitsentgelt einbehalten. Ändern sich die Bezüge nicht, ist eine monatliche Gehaltsabrechnung in Papierform nicht vorgeschrieben.

Nicht jeder Student wird von der Steuer und Sozialversicherungspflicht befreit
Ob und in welcher Höhe ein Student steuer- und sozialversicherungspflichtig ist, hängt in erster Linie von seinem Beschäftigungsverhältnis ab. Sogenannte “ordentlich” Studierende können sich von der Steuer- und Sozialversicherungspflicht befreien lassen, wenn

- die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden nicht überschritten wird,
- die Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien nachgegangen wird,
- wenn es sich um eine kurzfristige Beschäftigung von weniger als zwei Monaten handelt.

Wird mehr gearbeitet gehen die Finanzbehörden von einer normalen Tätigkeit aus. Zu berücksichtigen sind selbstverständlich auch selbstständige und freiberufliche Tätigkeiten. Teilzeitstudenten und Teilnehmer an einem Fernstudium werden ebenfalls wie Arbeitnehmer besteuert. Stellt ein Arbeitgeber einen Studenten ein, muss eine Immatrikulationsbescheinigung der entsprechenden Hochschule vorgelegt werden.

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